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Sonntag, 2. Juni 2013

RUHRTAL

Noch ein weiterer Gebietsvorschlag, den man sicherlich gerne an heissen und trockenen Tagen im "Sommer", aber auch an kalten und nassen Tagen im Frühling, Sommer, Herbst und Winter mit in die Wochenendplanung nehmen kann.

Das Ruhrtal:
Das Ruhrtal zwischen Essen und Hagen ist schon etwas Besonderes! An den Hängen der Ruhr gibt nahezu unendlich viele kleinere und größere Steinbrüche (teilweise auch natürliche Felsen) aus Ruhrsandstein, der durchaus vergleichbar mit dem englichen Grit ist, wenn auch die Felsen erheblich kleiner und weniger imposant sind.

Die liebevoll bereiteten Spots, werden über Wochen von Daniel Pohl, planiert, gereinigt und somit optimal bekletterbar gemacht. Lose Steine gibt es so gut wie keine, Terassen für ein sicheres Absprunggelände findet man eigenlich überall und das ist relatiever Abgelegenheit, ohne eigenlich das Gefühl zu haben, dass man irgendwo im Ruhrgebiet ist.

Es gibt wie schon gesagt zahlreiche kleine Gebiet, aber natürlich geibt es auch Gebiete, die sich aus der Menge hervorheben, wiel es dort viele und vorallem auch schöne Boulder gibt.
Nangijala, Hängende Gärten, Nangilima und Avalonia sind nur ein Teil davon. Ich kann nicht über jedes Gebiet etwas sagen, dazu müsste ich dann schon etwas länger ausholen um euch dazu gut zu informieren, aber fest steht schonmal, dass ein grossen Dank für die jahrelange Arbeit um die kleinen Spots so gut erreichbar wie auch bekletterbar zu machen  geht an Daniel Pohl.

Infos über die ganzen Gebiete findet ihr hier:
www.stonevibes.de

Topos:
Die Topos gibt es eigentlich vor Ort von Daniel. Von ihm könnt ihr eigentlich auch für jeden Boulder den ein oder anderen Tipp kriegen, wenn es mal nicht ganz so klappt :)

Verhalten:
Gerade in diesem Gebiet ist es nochmal wichtig an zu merken, dass ihr euch bitte absolut "umwelt und waldfreundlich" verhaltet. Ich hoffe mehr muss dazu nicht gesagt werden. Das Gebiet wird von einem Förster kontrolliert und wenn er was zu beanstanden hat, dann kann er es schliessen wenn er will.

Es gibt dort eine Toilette, benutzt sie, wenn ihr müsst.
Reinigt die Griffe nach dem Bouldern.
Nehmt euren und notfalls auch anderne Müll, den irgendwer vergessen hat, mit aus dem Gebiet.
Denk über euer Handeln nach!
Eröffnet keine neuen Boulder an bewachsenen Blöcke.

Zugang:
Durch die vielen Gebiete ist es hier schwer zu beschreiben wie es zu jedem Gebiet geht. Für den Anfang ist es sicher gut und einfach zum Gebiet Avalonia zu gehen.
Sehr einfach zu erreichen:
Herdecke, Wetterstrasse 122 (laut meinem Navi) an der Bushaltestelle "Zillertal". Parken auf dem Parkplatz, dann gut 200m zurück in Richtung Herdecke gehen und gegenüber des "Cuno-forums" den Hang rauf und folgen. An der ersten Gabelung nach rechts geht es zur Katla-Cave, wenn ihr etwas weiter lauft und dann nach rechts kommt ihr zu den weiteren Gebieten!

Videos:
Hier ein paar Videos von einigen lohnenswerten Bouldern:

Avalonia: Black smoke, white wings (7b+) from dm climbr on Vimeo.

Avalonia: Pinocchio (5a) from dm climbr on Vimeo.

Avalonia: Orange Mecanique from Nrw en Bloc on Vimeo.

Flohwalzer from stonevibes on Vimeo.

Elfenbeinturm from stonevibes on Vimeo.

Cloe by Michael from stonevibes on Vimeo.

Spring sessions: Avalonia (HD) from Sander Wenderich on Vimeo.

Avalonia: Mesa Verde (7a) from dm climbr on Vimeo.

krabat from stonevibes on Vimeo.
Gestern konnt eich selber noch einen Erstbegehung machen. Sehr atletischer Boulder mit einem sehr coolen Dyno an zwei Griffe um die Dachkante! Probieren :)
Origin of Symmetry from Martin Classen on Vimeo.


So hoffen wir auf den Sommer, aber sollte es regnen, dann findet ihr hier den ein oder anderen trockenen Boulder!

Donnerstag, 30. Mai 2013

Mai = vorbei!

Eilmeldung:

Schlechtes Wetter gibt es im Moment überall im Überfluss!
Wirklich überall!


Viel Erfolg im Juni :D

Mittwoch, 24. April 2013

horizontales Dach + leicht überhängend = La totalitè des couilles

Sommerzeil 1: check!
Im Januar habe ich schonmal einen Post gemacht über eine Linie im "Rocher du Nasproue" in Belgien, die zwei Linien kombiniert und noch nicht geklettert wurde und somit darauf wartete bis jemand es tut.

Die erste Route "Les petites et les grosse couilles extended" (harte 8a) läuft eigentlich mit 35 Zügen durch das horizintale Dach der Höhle und endet an der Kante an einem guten Griff.
Die letzten drei Züge der 8a sind der Start der anderen Route "supraterreste" , die dann über den Topgriff hinaus läuft weiter bis ganz oben zum höchsten Punkt des Gebiets. Wobei diese Route rund 10 Meter lang ist, 2 Meter überhängt und hauptsächlich aus Leisten und Slopern besteht und den schwersten Zug auch noch oben am Umlenker hat.

Irgendwann hatte ich mir in den Kopf gesetzt die Route mal zu probieren und sie als Projekt zu gebrauchen, weil es von Aachen aus nicht weit ist und man in den sonnigeren Tagen dort noch die ein oder andere schönen Stunde in Ruhe verbringen kann.
Am Montag nach der Arbeit wollte ich sie mal komplett ausarbeiten und konnte sie zu meinem Erstaunen nach gutem  Ausarbeiten und gründlichem  Säubern als Erster  klettern (wohlmöglich weil es noch kein Anderer probiert hat)

Les petites et les grosse couilles extended (8a) + supraterreste (7b+/7c) = La totalitè des couilles (8a+ ?)


 
Probiert sie doch auch mal und lasst mich wissen was ihr davon denkt!

Ps: nicht alle nach Berdorf gehen, dann wirds da zu voll :D

Donnerstag, 18. April 2013

Sonne, parc du vosges, kurze Hosen


Wir haben alle drauf gewartet. Manche haben die Sonnen schon gesehen, aber am Wochenende war klar, es gibt sie noch!
Wunderbar, gutes Wetter gemeldet, Klettergebiet gefunden und los gehts. Nichts einfacher als das.
Infos zu den Vogezen gibt es hier:
Vogezen
sieht vielversprechend aus

Day ONE:
Morgens ging es dann los mit Koen (ist niederländisch und wird "Kun" ausgesprochen und nicht "Koen") aus Enschede, der schon 4 Stunden sitzen und langweilen im Zug hinter sich hatte.
Ab ins gelbe Postauto und wie eine Eilsendung in Richtung Frankreich. Gegen 11 waren wir da und es regnet???
Nicht erschrecken.... nur ganz kurz. Viel Wind, die Wolken verschwinden und sie war wirklich da. Für 2 Tage wurde also die Daunenjacke gegen ein T-shirt oder nackte Haut getauscht.
Wir sind an die Froensbourg gefahren, leider waren die Route da noch ziemlich nass im oberen Teil und nachdem ich in der 6a+ Aufwärmroute sicherlich 10 trockene Griffe abgebrochen hatte und am Ende noch einen weiten Sturz hingelegt hatte, weil mir der Ruhegriff für 2 Hände entgegengekommen ist, man nicht an den Haken umbauen konnte und ich nur durch eine 4 Meter Traverse an einen anderen Umlenker kam und uns der Rest der Wand nicht so gefiel, beschlossen wir doch direkt zur Sonne zu fahren.
Navi an Marlenheim eingeben und ab gehts ins Kronthal.
Mehr Sonne geht denk ich nicht!

Es war voll und unter den vielen Kletterern befand sich auch Martin Mayer, der sein Wochenende auch hier verbringt. Er hatte an dem Tag schon fleissig was Route abgehakt, darunter auch "Theatre du No" (8b) und noch zwei weitere 8a's. Stark und er hört einfach nicht auf zu klettern.
Koen und ich haben uns noch "La Taille et la gamelle" (8a) anguckt und entschlossen, dass wir noch ein paar mehr Versuche machen konnten.
Zum Glück konnte ich die Route im zweiten Versuch toppen und entspannt Koen bei weiteren Versuchen sichern. Im Schein der Stirnlampen packen wir dann alles ein und gehen runter zum Parkplatz, wo wir noch mit ein paar Leuten kochen konnten und in kurzer Hose und T-shirt den Tag ausklingen lassen. Schlafen unter freiem Himmel ist auch drin, weil kein Regen gemeldet war.
Was lernt man in diesem Camp?

Day TWO:
Die Sonne geht früh auf, die Nacht etwas kurz, aber wir sind ja zum Klettern hier. Frühstücken und los... Naja, jeder pennt so lang er will und aus Gemütlichkeit frühstückt man nochmal ein zweites Mal mit, dann ging es aber los!
Ein paar leichte Routen später steht die Sonne auf dem Fels, am Fels hängen überall Kletterer und die Strasse am Fels wird immer lauter.
Gebietswechsel und ab geht es mit dem Ziel: "Grotte du Baldur"

Auch Südseite, aber im Wald und ganz ruhig. Leider waren bis auf zwei Linien noch alle Routen nass, weil es vorher wahrscheinlich tierisch geschüttet hatte.
Eine 7b+ zum wieder aufwärmen für Koen und mich. Schönes dynamisches Problem ganz rechts in der Grotte. Empfehlenswert!
Mitten in der Wand war noch "La nuit de cristal" (8a) fast trocken. Zum Glück, weil die Linie sieht einfach gut aus und klettert sich noch besser. 3 Boulder und der Erste ist der Schönste. Nachdem ich mich im 3ten Versuch fast mit dem Seil erhängt hatte, konnte ich im 4ten Versuch die Route noch klettern. Die letzten Sonnenstrahlen auf der Wand trafen sich genau im Routenverlauf. Toller Tag. Nicht so viel geklettert, aber einfach mal in der Sonne liegen hat sich denk ich jeder mal verdient :)
La nuit de cristal

Day THREE:
Genussklettern und zurück über Luxemburg um billig zu tanken.

Fazit:
Raus aus der Halle und ran an den Fels!
vorher nochmal den Partner checken!

Sonntag, 31. März 2013

März

Viel gibt es hier drüber nicht zu sagen. Irgendwie ist dieser Winter nicht gemacht um bei uns draussen zu klettern. Entweder schneit es, es hat geschneit oder es wird schneien. Dazu relativ kalt und windig, dann taut es wieder und alles bleibt nass und eisig.
Vorteil der kurzen Tage: Wenn man mal einen schlechten Tag hat, dann ist der auch schnell vorbei.
Wer kennt das nicht? So war es immer wenn man raus will

Eigentlich kann ich auch glücklich sein, dass das Wetter nicht so mitgespielt hat, weil ich mich dann etwas mehr auf mein Studium konzentrieren kann, da geht es gerade in die letzte Fase. Praktika geschafft und somit nur noch die Abschlussarbeit.
Es gibt viel drüber zu erzählen und ich denke, dass ich auch den ein oder anderen Frustmoment  hatte, aber ich will nichts drüber erzählen, weil da keiner was von hat. Gerade ich nicht :)

Wie gesagt, viel hat der März nicht gebracht. Eine Wochenende in Belgien klettern war schon möglich und es zeigt sich mal wieder, dass es nichts über draussen klettern gibt, wenn die Sonne scheint und man mit guter Laune Routen klettern kann, die vorm Winter nicht wirklich geklappt haben. Dadurch wird die Vorfreude noch  grösser auf die sonnigen und warmen Zeiten im Frühjahr.

Berdorf
Am letzten Märzwochenende war noch ein kurzer Trip von 2 Tagen nach Berdorf mit Jan möglich. Er hat auch schon mit mir im Winter probiert zu klettern, wir uns aber geschlagen geben mussten, weil einfach alles nass und oder vereist war. In Berdorf soll es sich ändern.Fast jeder kennt Berdorf oder war schonmal in Berdorf.  Jan nicht!
Irgendwo hier kann man auch klettern (ohne Eisgeräte und Steigeisen)

Für Jan war es das zweite Mail draussen klettern mit Seil und dementsprechend spannend, wenn wir es so beschauen:
Vorstieg  + draussen + kalte Hände (nichts fühlen) + kalte Füsse (wieder nichts fühlen) + Schnee (der nicht gemeldet war) + stellenweise nass = Zweifel ob man den richtigen Sport macht!

Da ich schon in der Schule nicht so gut in Mathe war ging die oben genannte Rechnung nicht ganz so auf, sondern Jan konnte selbst überraschender Weise besser klettern als er von sich erwartet hatte.

Nach einem Freitag voller Zittern am Fels und eigentlich ohne einen Erfolg ging es abends total erschöpft und ausgelaugt ins Bett. Die Kälte frisst merklich Energie.
Ich würde es fast schön nennen
Nach einer guten Nacht und einem extra grossem und reichhaltigen Frühstück und einer extra Portion Kaffee ging es am zweiten Tag, der deutlich wärmer war (rund 2 Grad), wieder runter in die Schlucht um sich schön der Zugluft auszusetzen, die aus den mit Eiszapfen zugewucherten Nebenschluchten kam. Herrlich!
tja...
Trotz der Kälte konnte ich noch Sisyphe 8a+ in 4 Versuchen in T-shirt klettern, weil ganz kurz die Sonne zum Vorschein kam. Es gibt Grund zur Hoffnung!
„This one goes out to you sun!“


Das war der März! Der April kann mich mal mit dem was er machen will, kälter kann es nicht werden.
Gib uns Frühling und Sonne!
Amen

Freitag, 15. Februar 2013

Fasching...



...bedeutet für mich flüchten!

Notfalls nach Bleau! Versteht mich nicht falsch, ich hab nichts gegen die Leute, die da mitmachen, aber ich höre lieber richtige Musik und betrink mich nicht, ausserdem kann man die Zeit doch besser im Wald verbringen :)

Tag 1:
Morgens um 6 aufstehen, Katinka, Lars, Niels und Meef ins Auto und schlafend die Autobahn rauf. Es sieht doch ganz gut aus mit dem Wetter hier, dann ist es da bestimmt auch gut. 150km vor Bleau kriegt man dann von Till ne SMS: "haha neeee, Pausetag! hier hat es übelst geschneit!"
Es beginnt so wie es letztes Mal aufgehoert hat...

So schnell geben wir uns nicht geschlagen. Es muss nur gut gesucht werden reden wir uns ein. Warum wir dann erst nach "Franchard Isatis" gefahren sind weiss keiner mehr.
Wenigstens ist es nicht zu voll


Von den Bäumen tropft es, es taut, alles voller Schnee oder Schneematsch. Rundlaufen, umgucken und bei Rainbow Rocket hängen bleiben. Ein paar Versuche haben wir gemacht, aber durch die Nässe funktioniert das mit dem Stehen nicht und ausserdem ist der Topgriff total nass... und es taut weiter!
...hätte eh nicht gehalten..

Wo sind denn Dächer? Bei meinem letzten Besuch hab ich schon ein paar Dächer aufgesucht, aber ich hab mir noch nicht "A Prehension" in "Bois des Longs vaux" angeguckt. Wenn es zu nass ist können wir da auch schön was durch den Wald wandern.
Siehe da, beinah trocken, noch etwas mit dem Handtuch trocknen und den Ausstieg so gut es geht trocken halten, weil der echt komplett abgesoffen ist.
"A Prehension" ist mit 7c bewertet, absolut kein Bleauboulder,  aber das interessiert nicht. Züge probieren, abtrockenen, nochmal probieren, abtrockenen... Nach 4 Zuegen wird es eigentlich schwer. Linker Fuss steht im Dach, rechter Fuss geklemmt, Schnapper mit rechter Hand zu einem relativ schlechten Griff, linker Fuss zur linken Hand hooken(1), rechter Fuss ganz nach rechts und mit linker Hand einen weiten Zug zum Dachrand (2), zur rechten Hand hooken, pressen, rechte Hand zur linken Hand (3),  mit rechter Hand dann zum Henkel (4), noch kurz einen klatschnassen Mantel (5), nach 30Minuten steh ich erfolgreich oben auf dem Block.

(1)

(2)
(3)
(4)
(5)
Niels macht es mir eine Stunden später noch nach und eigentlich haben wir den Tag schon abgeschlossen. Da die Sonne aber zum Vorschein kommt fahren wir noch nach "la Gorge aux Chats" und klettern noch ein paar leichte Boulder um den Tag glücklich zu beenden. Fertig! Lecker kochen und ins Bett.
6 Uhr morgens?

Erster Tag doch ganz gut gewesen trotz Schnees.

Tag 2:
Kalt wars in der Nacht. Es hat nicht geregnet, also schnell frühstücken und ab ins Gebiet.
Unsere Wahl fällt auf "95.2". Mit allen im blauen Parcour aufwärmen um trotz der Temperatur etwas warme Finger zu bekommen. Mittlerweile schneit es wieder, den Schnee kann man aber zum Glück noch weg pusten.
Nach dem unsere Finger auf Betriebstemperatur sein und aus dem Schnee leider wieder ganz leichter Regen geworden ist, beschliessen Niels und ich noch schnell zu " L'ange naif" zu gehen.Crahspads auf den Boden, den Ausstieg gut trockenen und einfach probieren. Die kleine Leiste für rechts bliebt trocken, der 2 Fingeruntergriff für links auch, nur der Sloper am Ausstieg ist und bleibt nass, also Handtücher drauf und vor jedem Versuch wieder gut trocken tupfen. 5 Versuche später steh ich schon oben. Noch kurz bevor es entgültig beginnt zu regnen, nach kurzer Betaänderung und einigen mehreren Versuchen hängt Niels auch mit beiden Händen am Sloper. Gerade noch rechtzeitig. Der Regen gewinnt wieder.
Tja 2 Stunden bouldern sind nicht viel. Es geht wieder zurück in die Gite mit Allen.
crew
Chillen und nichts tun ausser essen, Kopfstand üben, dem Bagger helfen, am Kamin wärmen und die Klettersachen trocknen.Fin!

Tag 3:

Wer hätte es gedacht, aber es regnet! Unfassbar aber leider wieder wahr. Also lange frühstücken und eigentlich ausschlafen bis man nicht mehr im Bett liegen kann. Feuer im Kamin machen und irgendwie die Zeit vertreiben. Mittags kam dann kein neuer Regen mehr und wir fuhren noch raus und suchten trockene Gebiete. In „JA. Martin“ und „Potala“ konnte man noch etwas klettern ,aber war eigentlich mehr Zeit vertreiben mit nassen Griffen und sich im Wald umgucken wobei man hier und da was bouldern konnte.
Die Wettervorhersage verspricht aber viel für den nächsten Tag!

Tag 4:
Die Franzosen lügen! Zumindest bei den Wettervorhersagen. Keine Sonne in Sicht. „Apremont“ komplett nass. Hier und da was Fels testen und in „Canche aux Mercier“ hängen bleiben, weil eine leichte Brise langsam anfängt die Felsen etwas zu trockenen. Also ab in den blauen Parcour und hier und da mal nach schwereren Bouldern gucken. Sehr zu empfehlen ist der Sitzstart zur blauen 38 „Gros Doigts“. Super Boulder!
Lars konnte noch sein Projekt vom letzten Mal toppen und gab uns sogar ein Freudentänzchen zum besten :)
 Eigentlich war jeder am Ende des Tages zufrieden auch wenn es zwischendurch immer wieder leicht geregnet hat.
Am Ende des Tages ging es dann noch kurz nach „Bois Rond“ um die Ecke, weil der blaue Parcour dort sehr gut sein sollte. Es stimmt, aber leider waren die meisten Probleme nass und nicht zu klettern, aber wenn man einmal hier ist kann man auch probieren das Beste draus zu machen.
Letztendlich geht es im Schein der Kopflampen nach „Arbonne“ zurück in die Gite. Morgen letzter Tag, also früh ins Bett um dann hoffentlich noch einen halben Tag mit Vollgas am Fels zu verbringen.

Tag 5:
Kein Regen über Nacht, leichter Wind und ca. 5Grad!!!
Ein kleines Geschenk, das man gerne dankbar entgegen nimmt. Gite aufräumen, alles ins Auto, Gite bezahlen und los geht’s.
„Dame Jouanne“ war unser Ziel. Vor ein paar Monaten war ich dort schon mit Martin Mayer und im  Dezember dann nochmal einmal um mich an der Linie „Tour de Babel“ zu probieren. Es handelt sich hierbei um einen leicht überhängenden Kühlschrank, der sich in sich selbst dreht, wobei die linke Seite aus Slopern und Zangen auf der rechten Seite besteht und immer überhängender wird. Dabei geht es ca. 5m in die Höhe und eine Wurzel liegt im Absprunggeläande. Also sind Spotter empfohlen. 5 Pads müssten reichen. Niels, Till und ich machen uns sofort an die Arbeit und müssen feststellen, dass der Boulder es in sich hat.
Mit meiner Länge hatte ich bei einem Zug einen Vorteil wodurch ich recht leicht an Höhe gewinne, aber ab einem Punkt immer wieder abfalle, weil ich einfach einen Heelhook niet gelöst bekomme um an den nächsten Griffe zu gelangen
Nach einer Pause von 5 Minuten und gutem Zusprechen von den Beiden endet mein Versuch sitzend und grinsend ganz oben auf dem Block. Allerdings war es recht spannend, weil der Ausstieg unbekannt war, weil man ihn nicht ausbouldern konnte. Eine Traumlinie und ein super Abschluss für diesen verregneten Trip.
 
Viel mehr konnten wir auch nicht mehr bouldern, weil die Zeit um war und wir uns wieder auf den Heimweg machen mussten.
Sicher geht es wieder zurück.
Wer will dann mit?

FAZIT: Wir haben nicht viel gebouldert, aber es hat trotzdem Spass gemacht mit der ganzen Gruppe  irgendwie Ablenkung zu suchen. Empfehlenswert ist es nicht im Regen nach da zu fahren, aber ich denke bei uns würde es jeder wieder tun.

A bientôt!








Dienstag, 1. Januar 2013

zweitausenddreizehn!

Neues Jahr, neues Glück! 
Alle Finger noch dran? Ihr habt euren Finger nicht mit einem bunten und lauten Knall zum Mond geschickt? Wenn doch, dann müsste ihr jetzt wenigstens keine Praxisgebühr mehr bezahlen ;)
Sollte es so sein, dass ihr ohne Zehen noch bis 10 Zählen könnt, dann gratuliere ich euch. 2013 steht nichts mehr im Wege!
Für die die was ändern wollen: 2013 wird anders sein!
Für die die nichts ändern wollen: 2013 wird gleich sein!
Kommt drauf an was ihr in dem Jahr macht und wie ihr euch dabei anstellt :)

Der erste Post in dem Jahr geht eigentlich darum ein bisschen Motivation zu schaffen fürs neue Jahr. Fit werden für den Fels und auch Plastik.
Alles fängt für die meisten glaub ich noch in der Halle an, weil nicht jeder Zeit und Geld hat für einen Flug in sonnige Abschnitte der Welt. Also heisst es sich fleissig in der Halle schinden und in Form kommen nach Weihnachten. Den Winter einfach wegdenken und unter wunderbaren Neoröhren Spass haben!
Ihr könnt es so machen:

oder so:
alternativ auch so:

Bedenken?
Wem das alles zu viel Schmerzen, Qualen und Selbstpeinigung verbunden ist, oder der schon so stark ist wie die drei Herren hier, der kann auch einfach so ohnen einen Trainingsplan in die Halle gehen und Spass haben ohne Lähmungs- bzw. Ausfallerscheinungen in den Armen und Muskelkater am nächsten Tag.
Die Alternative saehe so aus:



Wichtig ist denke ich, dass es macht euch Spass macht und ihr seid mit Verstand und Herz dabei um das Fruehjahr wohlbehalten und ohne Verletzungen zu ueberleben.


Was bringt uns dann der Frühling?
Am Plastik hier in der Gegend wird wieder was gemacht und die Natur ist ja auch noch da.

Soulmoves
Wie jeden Januar, Februar und März stehen die Soulmoves wieder an. Mal sehen wie voll es jetzt wird.
Drei Hallen ( Aachen Moove, Düsseldorf Mensch, Köln Bronx Rock), jeweils ein Samstag in Januar, Februar und März, Boulder für jeden der sich an Griffe hängen kann und eine entspannte Atmosphäre.

Soulmoves

Hardmoves
Des weiteren finden auch überregional die Hardmoves statt.
Einigen Hallen machen mit. Einfach mal gucken ob eure oder die aus der Nachbarstadt teilnimmt.

HardMoves

Kann ich auch nach draussen?
Klar!
Auch ohne Diesel oder Benzin im Wert von 200€ in den Tank zu kippen!
Neben Glees und Nideggen gibt es noch weitere kleine Gebiete die sicherlich noch was zu bieten haben für einen oder eventuell auch mehrere Tage.

Hohenfels
Ich den Gebiet bin ich selber zweimal gewesen und muss sagen, dass es mir sehr gefallen hat. Viele Boulder von leicht bis mittelschwer sind dort zu finden. Ausserdem kann sich noch ein paar weitere Wandteile säubern und als Erster beklettern.

Infos dazu findet ihr auf
Stonevibes
Einen Topo für das Gebiet findet ihr auch auf der Seite.

In dem Gebiet gibt es zwei 7A Boulder die Reise nach da allein schon Wert sind.
„Firewall“ und „Cypress Hill“ Für beide Boulder ist es allerdings ratsam einen Spotter dabei zu haben!
Firewall.

Schaut es euch mal selbst an!

Bouldern in Luxemburg:
Es gibt neben Berdorf auch noch andere Gebiete in Luxemburg wo man sich an feinem Sandstein die Haut von den Fingern ziehen kann.
Dillingen“  an der deutsch-luxemburgischen Grenze und nicht „Dillingen“ im Saarland. Leider finde ich dafür keinen Bouldertopo, aber man sich einfach mal was umgucken. Viele Linien sind schon geputzt und warten auf eure Fingerspitzen.
Die wohl beeindruckendste und wahrscheinlich auch eine der schwersten Linien wurde von Martin Mayer vor einiger Zeit als Erster gebouldert und nennt sich „Green Mile 8A“.

Bis jetzt hat es noch keiner wiederholt. Langsam wird es also Zeit!

Bouldern in Belgien:  
"Izier"
In der Nähe von Bomal gibt es noch ein kleine Bouldergebiet angrenzend ans Dorf „Izier“. Einen handgeschriebenen Topo gibt es dazu auf der Seite von Patrick Lanners.


Auf seiner Seite findet ihr noch mehr Topos von kleinen Gebieten in der Gegend. Meistens durch ihn eingebohrt oder wieder gesäubert und damit wieder bekletterbar gemacht.

Patrick Lanners


Für  das ein oder andere trockene Wochenende sehr empfehlenswert!

„Rocher du Nasproue“
Ein kleine und versteckte Grotte in der Nähe von Verviers. Viel gibt es da nicht, aber die Linien die es gibt kann man sich ruhigen Gewissens mal angucken.
Einen 6C Boulder, einen 7C Boulder und noch einen im Sommer erstbegangenen 7C+ Boulder von Simon.

Für die Menschen die Lactat mögen, die können sich auch mal diese Linie angucken.
„les petites et les grosses couilles extended 8a“

oder die Mitten am Höhlenrand startende und   eingebohrte „Supraterrste 7b+/7c“.
Wer dann noch nicht genug hat, kann einfach die eingebohrte Route dranhängen. Geklettert hat diese Combi bis jetzt noch niemand, also wird es mal Zeit dafür!

Wenn wir schon einmal beim Klettern in Belgien sind, dann können wir mal einen Blick nach Tilff werfen. Eigentlich gibt es dort nur Platten. Eigentlich...

Tilff Sainte Anne
Links von der grossen Platte gibt es noch eine überhängende Wand in der es noch eine Linie gibt die von keinem frei geklettert wurde. „Succes Pandu 8b“ Rund 20 Meter lang, kleine Leisten und Überhang! Wer will?

Rechts von der Platte gibt es das grosse Dach der Sainte Anne Grotte. Aus der Grotte gibt es eine eingebohrte Linie, die bis jetzt auch noch niemand klettern konnte. Die Locals dort meinen, dass es irgendwo im Schwierigkeitsbereich von 8b-8c liegt. Wenn man sich die Linie anguckt, dann glaubt man das gerne.


Ist euch das als kleiner Ansporn genug fürs Jahr 2013?
Wem das alles zu schwer ist und lieber Routen in seiner Kragenweite klettern will, der kann sich auf der Seite belclimb noch eines der vielen Gebiet ein Belgien aussuchen und mit Freunden und Freude probieren sie zu klettern.

Weitere für dieses Jahr zu empfehlende Gebiete sind.
Berdorf
Ettringen
Freyr (eine Seite dafür gibt es nicht. Infos findet ihr unter belclimb.be)

Also Laptop schliessen, aufstehen, etwas essen einpacken, genug trinken und ab geht es in die Halle! 2013 hat angefangen!